Land fördert Energietechnik der Zukunft

21.12.2005
Die verheerenden Wirbelstürme in den USA haben es uns vor Augen geführt, wie abhängig unsere Welt vom Oel ist und wie die Folgen eines Klimawandels aussehen können. Die Etablierung neuer Energieträger ist somit von enormer Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Umwelt. besondere Hoffnung setzt die Wissenschaft dabei auf die Entwicklung von Brennstoffzellentechnologie für die Energiegewinnung aus Wasserstoff. Allerdings werden für die Einführung der Brennstoffzelle noch weitere Systemkomponenten benötigt. So fehlen zum Beispiel sogenannte Wechselrichter, die den Wirkungsgradoptimierten Anschluss von Brennstoffzellen an das öffentliche Stromnetz ermöglichen und die Betriebssicherheit von Brennstoffzellen managen und erhöhen. Die Firma FeCon GmbH aus Flensburg beabsichtigt die Entwicklung von Wechselrichtern für Brennstoffzellen bis zu einer Leistung von 500 Kilowatt. Aufgrund der Modularität kann er auch im Mega-Bereich eingesetzt werden. Unterstützt wird das F&E-Projekt mit 197.000,-Euro aus dem Förderprogramm "Betriebliche Innovationen - Basisinnovationen". Für das Brennstoffzellensystem sind neben der Betriebssicheheit, z.B. bei Netzstörungen, der elektrische Wirkungsgrad und die Kostenreduktion extrem wichtig. Das innovative Wechselrichterprinzip leistet hierzu gegenüber den bisherigen handelsüblichen, modifizierten Frequenzumrichtern aus der Antriebstechnik einen signifikanten technologischen Beitrag.
Ein Argument für die Brennstoffzelle, denn mit jedem Prozent Wirkungsgradsteigerung und fallenden Komponentenpreisen steigt die Wahrscheinlichkeit des Markterfolges von Brennstofzellen. Daher muss ein Wechselrichter entwickelt werden, der sowohl einen hohen Wirkungsgrad besitzt als auch kostengünstig ist. Aufgrund der modularen Hard- und Softwarestruktur sind die von FeCon entwickelten Wechselrichter universell für alle Brennstoffzellensysteme bis zu einer Leistung von 500 Kilowatt einsetzbar. Außerdem kann der Brennstoffzellenwechselrichter mit geringer Änderung auch in Solaranlagen eingesetzt werden. Mit der frühzeitigen Entwicklung des Brennstoffzellenwechselrichters beabsichtigt die Firma FeCon markanteile zu sichern, bevor sich der Brennstoffzellenmarkt etabliert.
FeCon ist zur Zeit auf den Prototypenbau von Frequenzumrichtern für Windkraftanlagen spezialisiert. Mit dem neuen Wechselrichter für Brennstoffzellen will das Unternehmen in eine eigene Serienfertigung einsteigen. Damit plant das Unternehmen mehr als die Verdoppelung des Umsatzes bis zum Jahr 2012 bei einer Steigerung der Mitarbeiterzahl von 8 auf 23.
